Hier darf man seinen Augen nicht trauen

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Osterhase am Strand

Die Phänomenta - Wissenschaft zum Anfassen und Ausprobieren

Was tun, wenn das Winterwetter so gar nicht zum Spaziergang am Strand einlädt, man aber auch nicht die ganze Zeit auf dem Sofa verkuscheln will?

Wie gut, dass es auf Usedom einiges gibt, was große und kleine Abenteurer auch ohne Sonne, dafür aber mit jeder Menge Forschergeist entdecken können.

Wie wäre es mit einem Ort, an dem man tatsächlich zum Forscher werden kann? Einem Ort, an dem man aus dem Staunen gar nicht herauskommt, weil man am eigenen Leib erfahren kann, wie physikalische Gesetze scheinbar mit nur einem Finger einfach aus den Angeln gehoben werden? Oder auf den Kopf gestellt werden? Oder an dem man selbigen auch schon mal verlieren oder verlegen kann?

Dass die Welt der Physik kein trockener Schulstoff ist, sondern absolut faszinierend sein kann, das erleben die Besucher der Peenemünder Phänomenta am eigenen Leib. Denn auf den 3.000 Quadratmetern der interaktiven Ausstellung gibt es jede Menge Experimente zum Anfassen und Ausprobieren. Alles, was das Aha oder das Oh erweitert, ist hier erlaubt.

Hier schafft es jedes Kind, ganz locker einen Trabi mit nur einer Hand hochzuheben. Da bleibt einem die Spucke weg. Denn auch wenn der DDR-Kultwagen hauptsächlich aus Presspappe, genauer gesagt aus Duroplast – einem Material aus Baumwollfasern und Kunstharz – besteht, wiegt er doch immerhin knapp 650 Kilogramm. Wie man seinen eigenen Schatten an der Wand gefrieren lässt, eine Kerze mit einem Paukenschlag auspustet, Töne sichtbar macht oder wie die Sache mit der Schallgeschwindigkeit funktioniert – all das und vieles mehr können große und kleine Forscher in der Phänomenta spielend selbst herausfinden. Aber Vorsicht! In einem der Räume kann man prompt seinen Kopf verlieren und bekommt ihn wenig später auf dem Silbertablett serviert.

Ein Gang durch die Hallen und Räume ist wie eine Entdeckungsreise in die Welt der physikalischen Phänomene. Tafeln beschreiben und erklären die dargestellten Experimente, so dass niemand wissentlich im Dunkeln tappen muss. Hier wird sogar erklärt, was es mit dem Verschwinden der Schiffe im Bermuda-Dreieck auf sich hat.

Ein interaktives Museum für alle Sinne

Wissenschaft mit Spaß im wahrsten Wortsinn begreifbar zu machen, war die Idee des Amerikaners Frank Oppenheimer, dem Erfinder verschiedener Mitmach- und Ausprobiermuseen in den USA. Der deutsche Unternehmer Rudolf Seifert war so begeistert von dieser Art eines Museums, dass er im Jahre 2000 auch in Peenemünde ein solches Exploratorium eröffnete. Aus den damals 20 Experimenten sind im Laufe der Jahre mehr als 300 geworden. Neben den naturwissenschaftlichen Phänomenen beherbergt die Ausstellung auch olfaktorische – den Geruchssinn betreffende, optische oder von der Hirnforschung inspirierte Experimente. In der interaktiven Phänomenta werden also alle Sinne angesprochen.

Und das Gute an diesem Wissenschaftsmuseum ist, dass man kein Physikgenie sein muss, um auf eine spannende Entdeckungsreise zu gehen.

Mehr Infos unter phaenomenta-peenemuende.de

Sandra Grüning - Redaktionsteam UsedomTravel

Ich bin Küstenkind. Durch und durch. Mein Herz schlägt für das Meer und die Insel, den Wind im Gesicht und die Weite im Blick. Doch mindestens genauso sehr liebe ich das Schreiben. Denn schreiben bedeutet Leben für mich. Seit vielen Jahren arbeite ich als Journalistin, Redakteurin, Web- und Werbetexterin. In meiner Textwerkstatt Küstenkind kreiere ich mit Leidenschaft, Feingefühl und Kompetenz Werbe-, Web- und Pressetexte, Blog-Beiträge und Bücher. Menschen und außergewöhnliche Orte faszinieren und inspirieren mich dabei – Immer auf der Suche nach neuen Geschichten und spannenden Projekten.

www.textwerkstatt-kuestenkind.de

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